Kochen für Skeptiker

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Dinner / Guest Post

guest post von Hedda

Immer wenn wir Zeit in der Toskana verbringen, verabreden wir uns mit unseren Nachbarn Enzo und Gianfranco zum Essen. Einmal kochen sie und einmal kochen wir. Wenn wir dran sind, muss auf ausgesprochenen Wunsch etwas traditionell Deutsches auf den Tisch.

Gianfrancos Olivenhaine
Gianfranco und sein Bruder Enzo

Seit vielen Jahren das gleiche Ritual: “Was werdet ihr kochen?” – große Skepsis – die sich in vielen, vielen Jahren hartnäckig hält. Trotz begeisterten Genießens jedweder Mahlzeit, die wir zubereitet haben. Eine Herausforderung, jedes Mal. Der Toskaner verehrt seine Traditionen!

Diese Mal haben wir uns für ein Gulasch entschieden.

Wie jeder weiß, der sich mit Kochen beschäftigt, insbesondere aber Gianfranco und Enzo, ist der Schlüssel zu eine exzellenten Mahlzeit die Qualität der Zutaten. In diesem Fall natürlich das Fleisch, die Zwiebeln, das Olivenöl – und nicht zuletzt der Wein.

Also auf zum Metzger Mirco, der nach meiner Erwähnung von Gulasch sofort nach der Rindswade greift. Strahlend vor Metzgerglück.

Unser Gulasch

2 kg Rinds- oder Kalbswade, pariert und in mundgroße Stücke geschnitten
1,5 kg Zwiebeln (wir nehmen Zwiebeln der Sorte Tropea), gehackt
6-10 Knoblauchzehen, gehackt
Olivenöl (am besten von Gianfranco) zum Anbraten
Meersalz, schwarzen Pfeffer frisch gemahlen oder gemörsert
Edelsüßes Paprikapulver
Peperoncino als Pulver oder frisch gehackt
4 reife rote Paprika, in mundgroße Stücke geschnitten
400ml (1 Glas) Kalbs- oder Rindsfond
Rotwein nach Flüssigkeitsbedarf, das Fleisch sollte knapp bedeckt sein
400 ml Sahne

Fleisch portionsweise in einer großen Kasserolle scharf im Olivenöl anbraten, so dass sich Röststoffe entwickeln können. Zwiebel und Knoblauch separat anbraten- sonst wird es nix.
Zwiebeln und Knoblauch zum Fleisch geben, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver großzügig würzen, beherzt mit Rotwein ablöschen.

Geschnittene Paprika dazugeben, mit Fond auffüllen, Deckel drauf und bei kleiner Hitze behutsam schmoren. Immer wieder den Flüssigkeitspegel kontrollieren, eventuell Rotwein zugeben.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden Garzeit sollten die Zwiebeln beginnen zu zerfallen.
Es braucht Geduld. Es könnte auch länger dauern. Nicht die Hitze erhöhen.

Blick aus dem Küchenfenster

Es ist Zeit für ein Glas Rotwein und ein bischen Muße.

Wenn Zwiebeln und Paprika allmählich zerfallen, ist es Zeit für das Würzen mit Peperoncino.
Es empfiehlt sich das Fleisch zu probieren, um den genauen Garzeitpunkt zu erwischen. Ganz zum Schluss die Sahne zugeben und nochmal richtig aufwallen lassen.

jetzt noch die Sahne…
ein Essen ohne Brot -undenkbar!
Guten Appetit






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